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Gegen Gewalt an Frauen - Fahne wird vor dem Kreishaus gehisst

Ein klares Bekenntnis gegen Gewalt an Frauen setzt der Kreis Minden-Lübbecke. Am 25. November ist der Tag der Gewalt gegen Frauen, der 1990 von der UNO als offizieller Gedenktag ausgerufen wurde. "Wir unterstützen die Ziele dieses Gedenktages", so Landrat Dr. Ralf Niermann. Als sichtbares Zeichen dieser Unterstützung werden vor dem Kreishaus wie auch deutschlandweit blaue Fahnen von Terre des Femmes gehisst.

Auch heute noch sind weltweit Frauen in vielfacher Form Gewalt ausgesetzt. Ehrenmorde, Genitalverstümmelung und Zwangsprostitution kommen genauso vor wie Sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz, Stalking und strukturelle Gewalt wie zum Beispiel Benachteiligungen bei der Entlohnung. Die häufigste Form der Gewalt ist die häusliche Gewalt. Sie trifft Frauen im vermeintlich geschützten persönlichen Umfeld, oft sind längerfristige gesundheitliche Schäden die Folge.

Im Kreis Minden-Lübbecke arbeitet seit über zwölf Jahren die PRIO-Vernetzung gegen häusliche Gewalt (Prävention - Intervention - Opferschutz), in der alle wichtigen Einrichtungen zusammengeschlossen sind. Aktueller Arbeitsschwerpunkt ist das Thema „Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen“. Eine bundesweit repräsentative Studie hat herausgefunden, dass Frauen mit Behinderungen zwei bis drei Mal so häufig von Gewalt betroffen sind wie andere Frauen. Daher will die PRIO-Vernetzung im Schulterschluss mit den Vertretungen der Behinderten und Einrichtungen der Behindertenhilfe diese Thematik aufgreifen und verbesserte Hilfen für Opfer von Gewalthandlungen anbieten. Darüber hinaus soll ein Schwerpunkt im Bereich der Prävention gelegt werden.
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