Friedrich Klanke als neuer Kreisheimatpfleger beim Kreisheimattag gewählt
Friedrich Klanke (66) aus Stemwede-Levern ist neuer Kreisheimatpfleger, seine Stellvertreter sind Herbert Wiese (65) aus Porta-Hausberge, Dieter Lückemeier (72) aus Hüllhorst-Oberbauerschaft und Dr. Klaus Schumann (55) aus Bad Oeynhausen. Dieses Ergebnis brachte die Wahl beim Kreisheimattag des Westfälischen Heimatbundes im Kreishaus in Minden in der vergangenen Woche. Hier haben die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – nach dem Ende der 31-jährigen Amtszeit des bisherigen Kreisheimatpflegers Dr. Gerhard Franke – neue Organisations- und Arbeitsstrukturen beschlossen und neue Ämter besetzt.
Martin Maschke, zuständiger Heimatgebietsleiter beim Westfälische Heimatbund für den Bezirk Minden-Ravensberg, betonte die guten lokalen Strukturen im Kreis Minden-Lübbecke mit über 100 Ortsheimatpflegern. Landrat Dr. Ralf Niermann unterstrich die besondere Bedeutung der Heimatpflege auch für die Zukunftsgestaltung der Dörfer und des ländlichen Raums. Er spannte den Bogen auch zur aktuellen weltpolitischen Lage mit den vielen Millionen Flüchtlingen, die ihre Heimat verlassen müssen und zum Teil auch hier im Mühlenkreis eine neue Heimat finden können.
Gerd Niemeyer aus Lübbecke-Stockhausen stellte als Sprecher der sogenannten „Findungs-Kommission“ die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe vor, die sich nach dem Ausscheiden von Dr. Franke gebildet hatte und die Strukturen für die Arbeit der Kreisheimatpflege im Kreis Minden-Lübbecke erarbeiten sollte. Wichtigstes Ergebnis war, dass die Arbeit zukünftig auf mehreren Schultern verteilt sein und von einem größeren Team getragen werden soll. Der Kreisheimatpfleger hat somit mehrere Stellvertreter, die diesen in seiner Arbeit unterstützen. Neu gebildet wird ein „Rat der Heimatpfleger“, dem neben dem Kreisheimatpfleger und seinen Stellvertretern jeweils zwei Vertreter der Heimatpflege aus den elf Städten und Gemeinden des Kreises angehören. Dieser Rat erarbeitet inhaltliche und strukturelle Aspekte der Heimatpflege.
Ein von Gerd Niemeyer präsentiertes Grundlagenpapier für die Heimatpflege im Kreis Minden-Lübbecke wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Auch der neue Kreisheimatpfleger Friedrich Klanke und seine drei Stellvertreter wurden jeweils einstimmig gewählt. Friedrich Klanke bedankte sich für das Vertrauen und dankte auch seinem Vorgänger Dr. Gerhard Franke für die von ihm geleistete Arbeit und sein umfangreiches Engagement für die Region. Anschließend präsentierte er mit Bildern aus allen elf Städten und Gemeinden des Mühlenkreises sein Arbeitsmotto für die Kreisheimatpflege: „Heimatarbeit ist Zukunftsarbeit“.
Abschließend dankte Friedrich Klanke den Anwesenden für ihre Teilnahme und Mitarbeit und wies auf die kommenden Arbeitsschritte hin. So wird sich der neu gebildete Rat der Heimatpfleger bereits im Mai in Levern treffen, um die inhaltliche Arbeit für die kommende Zeit vorzubereiten.