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Datum: 23.07.2025

Freizeitbad »Atoll« wird fit für die Zukunft

„Wir machen das Atoll fit für die Zukunft“, bringen es Bürgermeister Henning Vieker und Stadtwerkevorstand Klaus Hagemeier beim Startschuss zu umfangreichen Erneuerungsarbeiten an Espelkamps Freizeitbad auf den Punkt: Der Altbestand des Besuchermagneten an der Trakehner Straße wird jetzt durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen Stück für Stück technisch voll auf die Höhe der Zeit gebracht. Der alte Hallenbadblock aus dem Jahr 1963 wird dazu aufwändig energetisch saniert, um eine weitere Nutzung des Atoll als Schul-/Sport- und Freizeiteinrichtung für die Zukunft sicherzustellen.

Das Freizeitbad Atoll wurde 1990 durch die Stadt Espelkamp errichtet und bietet seitdem ein umfassendes Bad- und Freizeitangebot für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, aber auch für Gäste aus der ganzen Region.
Die wesentliche Grundlage für das jetzige Freizeitbad bildet dabei die im April 1963 eingeweihte Kleinschwimmhalle mit dem 10 x 25 m großen kombinierten Nicht- und Schwimmerbecken. Die Halle wurde seinerzeit unter den Gesichtspunkten der Sparsamkeit erbaut. Im Raumprogramm verzichtete man auf jeden Luxus an Fläche.

Dieser Leitgedanke wurde dann auch bei der Konzeption zum Freizeitbad Atoll verfolgt. Um kurzfristige Synergien im Bereich der technischen Ausstattung zu haben, wurde die Grundsubstanz nahezu unverändert in das neue Bad integriert. Es wurden lediglich die dringend erforderlichen Erneuerungen wie die der Fenster und Türelemente vorgenommen.

Die Baukonstruktion der alten Schwimmhalle als Stahlbetonskelett mit Stahlbinder als Dachkonstruktion über der Schwimmhalle wurde damals ebenfalls nur im geringfügigen Umfang erneuert. Hierdurch bedingt ergibt sich gerade für die große Dachfläche ein erhebliches Einsparpotential beim Wärmeverbrauch.

„Im Zuge des Vorhabens werden nunmehr baukonstruktive Maßnahmen und wesentliche technische Gebäudeausstattungen erneuert sowie zur Erhöhung der Energieeffizienz neue Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien erstellt“, erläuterte Klaus Hagemeier.

Wesentliche Teilprojekte der energetischen Sanierung sind:

- Erneuerung der Raumluftlüftungsanlage durch eine hocheffiziente Anlage und integrierter Wärmepumpe
- Einbau neuer Fenster- und Türelemente der Außenfassade
- Sanierung der Fassade und Anpassung an einen zeitgemäßen Bauzustand
- Sanierung der Dachfläche mit Einbau einer effizienten Dämmung
- Errichtung einer Abwärme-Gewinnung aus dem Abwasser mittels Wärmetauscher zur Warmwasserbereitung
- Errichtung einer Solarkollektoranlage für die Warmwasserbereitung

Das Maßnahmenpaket trägt neben der Bestandsicherung vorrangig zur Verbesserung des energetischen Zustands, der Einsparung von natürlichen Ressourcen sowie zur Vermeidung von Klimagasen bei. Die Maßnahmen leisten insofern nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern sind auch nachhaltig, weil hierdurch die Nutzungsdauer vorhandener Infrastruktur verlängert und der Fortbestand des Bades gesichert wird.

Die Arbeiten werden in mehreren Bauabschnitten bis zum 31.12.2026 erfolgen.
Der erste Bauabschnitt 2025 ist die Erneuerung der Lüftungsanlage.

Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf 1.780.000 €. Der Deutsche Bundestag hat den Förderantrag aus dem Jahr 2020 positiv bewertet und die Zusage einer Zuwendung von 549.000 € aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gegeben. „Mit der großzügigen Unterstützung von Paul Gauselmann können wir die Maßnahme jetzt realisieren“, dankt Bürgermeister Henning Vieker dem Espelkamper Ehrenbürger für seinen Beitrag und ergänzt: „Dieses Projekt zeigt einmal mehr, dass wir uns in der Stadt Espelkamp strategisch und zielgerichtet um unsere Infrastruktur kümmern. Das Atoll ist ein ganz wichtiger Teil davon“.

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