Fachhochschul-Bewerbung: Gemeinsam mit unserer Wirtschaft zum Erfolg
Kreis Minden-Lübbecke, 05.11.2008
Fachhochschul-Bewerbung: Gemeinsam mit unserer Wirtschaft zum Erfolg
Die weitere Unterstützung durch Unternehmen und Betriebe im Mühlenkreis hat entscheidende Bedeutung in der Endphase der Bewerbung um einen neuen Fachhochschulstandort in Minden. Denn um zu den drei neuen Fachhochschulstandorten in NRW gehören zu können, muss der Kreis Minden-Lübbecke kurzfristig nachweisen, wie viele duale Studienplätze an einer möglichen FH Minden-Lübbecke in Anspruch genommen würden. Das Land will mit den neuen Fachhochschulen vor allem dem Bedarf der Wirtschaft an Ingenieuren nachkommen. Wichtig für einen Fachhochschulstandort im Kreisgebiet ist deshalb das Signal der Wirtschaft, dass Ingenieure benötigt und auch ausgebildet werden.
Die Jury des Innovationsministeriums NRW hatte die Präsentation des Kreises Ende Oktober positiv aufgenommen. Sie verlangt allerdings weitere konkrete Angaben vor allem der Unternehmen im Mühlenkreis, die in den Branchen Maschinenbau, Metall, Elektrotechnik und Informationstechnologie tätig sind.
"Es ist großartig, wie die Wirtschaft uns bisher unterstützt hat", sagt Landrat Dr. Ralf Niermann. "Je mehr Unternehmen mitziehen, desto größer wird die Chance für eine Fachhochschule im Kreis Minden-Lübbecke. Wir müssen die einmalige Chance nutzen, dies bei uns für unsere Wirtschaft und unsere jungen Menschen zu etablieren." Der Landrat ist bereits mit Unternehmen und Betrieben in Kontakt, die Interesse an dualen Studienplätzen haben. Zusätzlich werden weitere Unternehmen mit künftigem Bedarf an Ingenieuren herzlich gebeten, sich aktiv mit dem Kreis Minden-Lübbecke in Verbindung zu setzen. Kontakt: Kreis Minden-Lübbecke, Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, Birgit Ahrens (Tel. 0571 / 807-2315, E-Mail b.ahrens@minden-luebbecke.de).
Duales Studium bedeutet, das Prinzip der herkömmlichen dualen Ausbildung bzw. Lehre auf das Studium zu übertragen. Die Studierenden sind in einem Unternehmen gegen Zahlung einer Ausbildungsvergütung fest angestellt und verbinden den praktischen Teil einer herkömmlichen Berufsausbildung mit dem theoretischen Teil eines Fachhochschulstudiums. Das Studium endet mit einem Bachelor-Abschluss und zugleich mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Vorteil dieses Studienprinzips ist eine verkürzte und sehr praxisorientierte Studienzeit bei Erwerb eines vollwertigen Hochschulabschlusses. Das Land NRW will diese Form der akademischen Ausbildung besonders fördern.