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Datum: 25.06.2026

FAQ zur Trinkwassersituation

Warum ist jetzt so plötzlich Ausnahmezustand?

Hintergrund der ordnungsbehördlichen Verordnung ist ein anhaltend extrem hoher Trinkwasserverbrauch. Obwohl die Trinkwasserampel bereits seit dem 19.06.2026 auf Rot steht, hat sich die Abgabemenge im gesamten Verbandsgebiet nur wenig reduziert – die Schaltung der Trinkwasser-Ampel wurde zu wenig beachtet. Trotz der Aufrufe zum Wassersparen sind die Verbräuche weiterhin sehr hoch geblieben.

Warum haben wir schon Probleme, obwohl der Sommer gerade erst begonnen hat?

Grund dafür sind die extrem hohen Wasserverbräuche, die mit den höheren Temperaturen einhergehen. Aktuell wird viel mehr Trinkwasser verbraucht, als gefördert und zugeliefert werden kann. Durch dieses Defizit sinken die Füllstände der Wasserspeicher. Sinkt der Verbrauch nicht, drohen ernste Probleme in der Versorgung. 

Es hat doch gerade geregnet – warum gibt es trotzdem zu wenig Wasser?

Der Regen steht nicht in Verbindung mit dem verfügbaren Trinkwasser am nächsten Morgen. Durch den Regen verbrauchen die Menschen kurzfristig etwas weniger, weil ggf. die Gartenbewässerung entfallen kann – das hilft, aber der Regen füllt die Hochbehälter nicht auf. 

Nicht mal drei Tage warm und schon Wasserknappheit?

Entscheidend sind weniger die Anzahl der warmen Tage, sondern die extrem hohen Trinkwasserverbräuche, die damit einher gehen. Diese haben Dimensionen erreicht, die wir in den letzten Jahren hier noch nicht erlebt haben.

Warum wurde bis zum Inkrafttreten gewartet und die Verordnung nicht sofort erlassen?

Eine ordnungsbehördliche Verordnung ist ein rechtsverbindliches Instrument, welches ordnungsgemäß erlassen und bekannt gemacht werden muss. Das lässt sich nicht von einer Stunde auf die andere umsetzen. Es gibt eine Frist von einem Tag von der Veröffentlichung bis zur Verordnung. Die kurze Zeit bis zum Inkrafttreten wird genutzt, um alle zu informieren und den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auf die Regeln einzustellen. Der dringende Appell zum Wassersparen galt aber schon direkt – nicht erst ab Inkrafttreten.

Warum ist das bei uns so und in mancher Nachbarstadt nicht?

Nachbarstädte gehören einem anderen Versorgungsgebiet an. Und die Versorgungslage kann regional sehr unterschiedlich sein.

Warum darf die Mineralwasserindustrie weiter produzieren und wir müssen sparen?

Die Mineralwasserindustrie nutzt überwiegend eigenes Brunnenwasser zur Abfüllung. Der Bezug von Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz wurde dort auf ein Minimum reduziert.

Darf ich meine Regenwasser-Zisterne weiter zur Bewässerung verwenden?

Ja. Regenwasser aus Zisternen darf zur Bewässerung verwendet werden. Zisternen dürfen aber nicht mit Trinkwasser neu befüllt werden.

Ist die Wasserqualität jetzt schlechter? Kann ich Leitungswasser noch bedenkenlos trinken?

Der Ausnahmezustand betrifft die verfügbare Menge, nicht die Qualität.

Bei mir kommt braunes Wasser aus der Leitung – kann ich das trinken?

Eine bräunliche Verfärbung entsteht meist durch gelöste Ablagerungen (z. B. Eisen) in den Leitungen und ist in der Regel unbedenklich – das Wasser hat weiterhin Trinkwasserqualität. 

Soll ich den Druck in meiner Hausinstallation senken?

Bitte verändern Sie nichts an Ihrer Hausinstallation ohne Absprache.

Darf ich im Notfall mein Brunnenwasser an die Hausinstallation anschließen?

Eigenes Brunnenwasser dürfen Sie nur nach den Vorschriften des DVGW an die Hausinstallation anschließen. Eine unsachgemäße oder unerlaubte Verbindung kann das öffentliche Trinkwasser verunreinigen und ist nicht zulässig.

Brauche ich einen Wasservorrat?

Unabhängig von der aktuellen Lage ist es generell sinnvoll, für Krisensituationen einen gewissen Vorrat zuhause zu haben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) empfiehlt grundsätzlich einen Trinkwasservorrat von 2 Litern pro Person und Tag.  Für die aktuelle Situation gilt: Die Grundversorgung mit Trinkwasser als Lebensmittel ist gesichert, Hamsterkäufe sind nicht nötig. Am meisten hilft es, jetzt den Verbrauch zu senken, damit sich die Lage entspannt.

Was kann ich selbst zum Wassersparen beitragen?

  • Kurz Duschen statt Baden
  • Wasser beim Zähneputzen abstellen (Zahnputzbecher nutzen)
  • Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen betreiben
  • Leckagen und tropfende Wasserhähne direkt reparieren
  • Regenwasser nutzen, wo möglich
  • Wasser nur sparsam und zielgerichtet nutzen

Jeder eingesparte Liter hilft dabei, die Trinkwasserversorgung für alle Einwohnerinnen und Einwohner sicherzustellen.

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