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Ernährungsprojekt: Landrat zeichnet elf Schulen aus

Kreis Minden-Lübbecke, 22.04.2008

  
Ernährungsprojekt: Landrat zeichnet elf Schulen aus

Mehr Gesundes auf den Tisch: Mit diesem Ziel hat der Kreis Minden-Lübbecke ein Ernährungsprojekt für Schulen gestartet. Den ersten elf Teilnehmern hat Landrat Dr. Ralf Niermann am Montag in der Mindener Kampa-Halle die Auszeichnung „Gesunde Schule im Mühlenkreis“ verliehen. „Richtige Ernährung ist unverzichtbar, um gesund und leistungsfähig zu sein“, betont der Landrat. Der Kreis hofft nun, dass viele weitere Schulen mitmachen werden.

Wer richtig schafft, der soll auch richtig essen: Dieses alte Sprichwort gilt immer noch, wenn auch in einem moderneren Sinn: Kopfarbeit erfordert eine bewusste und ausgewogene Ernährung, um Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu fördern und Übergewicht mit allen negativen Folgen zu vermeiden. Gesunde Ernährung gehört wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu den grundlegenden Dingen, die Kinder in der Schule lernen.

Gerade der Ausbau von Ganztagsbereichen und Betreuungsangeboten stellt die Schulen vor gewaltige Herausforderungen. Hier müssen nicht nur räumliche, sondern auch qualitative Probleme gelöst werden wie eben die Ernährung. „Die Schulverpflegung bietet die Möglichkeit und Chance, ein gesundheitsförderndes Essverhalten zu lernen“, erklärt Landrat Dr. Ralf Niermann. Das könne aber nur gelingen, wenn Schüler, Eltern, Lehrer und Schulträger an einem Strang ziehen.

Bei dieser Kraftanstrengung will der Kreis mit seinem Projekt die Schulen unterstützen. „Wir bieten Beratung und konkrete Hilfestellung an und wollen auf diese Weise nachhaltige Entwicklungen an den Schulen in Gang bringen“, berichtet Projektleiter Dr. Christian Adam, in der Kreisverwaltung als Geschäftsführer der Kommunalen Gesundheits- und Pflegekonferenz tätig. Das Projekt soll keine Einmal-Aktion sein, sondern dauerhafte Veränderungen bewirken.

Drei Schritte mussten die Teilnehmer tun, um das Prädikat „Gesunde Schule im Mühlenkreis“ zu bekommen. „Das Thema Gesundheitsförderung muss ins Schulprogramm aufgenommen werden. Lehrer, Schulleitung und Eltern sollten eine Projektgruppe bilden, um das Thema ohne externe Unterstützung weiterzuführen. Die Schule muss zudem zeigen, dass ihr die Gesundheitsförderung wichtig ist und sie Erfahrung mit Projekten dazu gemacht hat“, erläutert Dr. Christian Adam.

Elf weiterführenden Schulen ist das gelungen, vier weitere sind auf dem Weg. Sie alle haben konkrete Hilfen bekommen, die der Kreis zusammen mit seinen Partnern angeboten hat. Dazu gehört beispielsweise Beratung vor Ort durch Ernährungsfachleute und verschiedene Aktionen zu Frühstück, Fitness und Denkleistung, Übergewicht oder Essstörungen. Das Prädikat gilt nur für ein Jahr, die Schulen müssen es sich immer wieder neu verdienen.

Dank zollte der Landrat den Förderern des Gesundheitsprojekts. Die Kosten tragen die AOK Herford, Minden-Lübbecke, die BKK Melitta Plus, die Vereinigte IKK und die Barmer Ersatzkasse in Minden sowie die nordrhein-westfälische Landesvereinigung für Milchwirtschaft. Partner für die inhaltliche Arbeit vor Ort sind das OPUS-Netzwerk für Gesundheitsförderung, die Sucht-Beratungsstelle des Diakonischen Werks in Minden, Krankenkassen, Ernährungsberater und der Landfrauenservice.

Der Kreis wird weiterhin für gesunde Ernährung in den Schulen werben und das Projekt fortsetzen. Alle weiterführenden Schulen im Mühlenkreis sind zur Teilnahme eingeladen, einige Interessenten haben sich schon gemeldet. Informationen zum Projekt gibt es im Kreishaus bei Dr. Christian Adam, Telefon 0571/807-2288, E-Mail c.adam@minden-luebbecke.de.

Folgende Schulen haben das Prädikat „Gesunde Schule im Mühlenkreis“ für das laufende Schuljahr bekommen:

- Hauptschule Bad Oeynhausen
- Ernst-Wiechert-Hauptschule Espelkamp
- Hauptschule Holzhausen
- Hauptschule Lübbecke
- Hauptschule Minden-Süd
- Hauptschule Petershagen
- Martinsschule Espelkamp
- Freiherr-von-Vincke-Realschule Minden
- Städtische Realschule Preußisch Oldendorf
- Realschule Stemwede
- Gymnasium Rahden

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