Dr. Niermann wird Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge
Kreis Minden-Lübbecke, 23.10.2007
Dr. Niermann wird Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge
Gleich zwei Personalwechsel verzeichnet der Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Bezirksgeschäftsführer Ulrich Appelt verabschiedet sich in den Ruhestand und Landrat Dr. Ralf Niermann wird im Frühjahr neuer Vorsitzender des Kreisverbandes Minden-Lübbecke. Ulrich Appelt und sein Nachfolger Stefan Schmidt haben sich jetzt dem Landrat des Kreises Minden-Lübbecke vorgestellt.
Nach 13 Jahren als Geschäftsführer des Bezirksverbandes verabschiedet sich Ulrich Appelt in den Ruhestand und übergibt Ende Oktober die Geschäfte an Stefan Schmidt. Schmidt ist Jahrgang 1968 und kommt aus Hannover. Dort war er mehr als sieben Jahre Jugend- und Bildungsreferent beim Landesverband Niedersachsen des Volksbundes. Der Diplom-Kulturpädagoge will Appelts erfolgreiche Arbeit fortführen und darüber hinaus eigene Schwerpunkte in der Jugend- und Bildungsarbeit setzen.
„Die mittlere und die jüngere Generation haben nur noch wenig persönlichen Bezug zu den Toten des Zweiten Weltkrieges. Kriegsgräber können aber gerade für Angehörige der jüngeren Generationen Lernorte und Orte der internationalen Begegnung sein“, sagt Schmidt. „Wir wollen versuchen, das Interesse der jüngeren Generationen für Kriegsgräber und Kriegsgräberstätten zu wecken.“
Landrat Dr. Niermann, der als Nachfolger seines Amtsvorgängers Wilhelm Krömer den Kreisvorsitz übernehmen wird, sagte dem Volksbund seine volle Unterstützung für dessen Völker verbindende Friedensarbeit zu. Er verweist auf die Haus- und Straßensammlung des Volksbundes vom 4. bis zum 23. November und bittet die Bevölkerung um Spenden.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. wurde 1919, ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs, gegründet. Er pflegt im Auftrag von Bundestag und Bundesregierung mehr als zwei Millionen Kriegsgräber der beiden Weltkriege auf über 800 Friedhöfen in 44 Staaten. Unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ organisiert der Volksbund rund 70 internationale Jugendbegegnungen jährlich und betreibt fünf Jugendbegegnungsstätten im In- Ausland. Jährlich nehmen mehr als 10.000 Jugendliche und junge Erwachsene an Schulprojekten und Jugendbegegnungen des Volksbundes teil. Der Volksbund finanziert seine Arbeit zu 90 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.