Die Stadt kämpft mit den Schneemassen: Behinderungen im Straßenverkehr und bei der Müllabfuhr
Die Stadtverwaltung Lübbecke kämpft immer noch und unter zunehmend schwierigeren Bedingungen mit den Folgen des frühen und heftigen Wintereinbruchs. Seit fast vier Wochen fallen z.T. in kurzer Zeit große Mengen Schnee. Die Vorhersage bietet derzeit keinen Hinweis darauf, dass sich die Lage bald entspannen könnte. Da - anders als in früheren Jahren - auch kaum Tauwetterphasen für eine Reduzierung der Schneemassen sorgen, stellen sich nun zusätzliche Probleme an verschiedenen Stellen ein:
Die nutzbaren Breiten der Straßen werden immer schmaler, weil durch den öffentlichen und auch privaten Räumdienst die Straßenränder und Bankette durch die immer größeren Schneemengen gleichsam „zuwachsen“. Ähnliches gilt auch für Gehwege. Es empfiehlt sich daher, unnötige Fahrten zu unterlassen und im Übrigen seine Fahrweise der eingeschränkten Leistungsfähigkeit des gesamten Straßennetzes anzupassen. Wo immer möglich, sollten Fahrzeuge nicht im Straßenraum abgestellt werden.
In vielen Fällen wurde beobachtet, dass auch Schneemengen, die bei der Räumung privater Flächen wie Einfahrten und Höfen entstehen, im öffentlichen Straßenraum abgelagert werden. Dieses unzulässige Vorgehen von Straßenanliegern verschärft die Situation zusätzlich. Schnee von privaten Flächen muss auf dem Grundstück verbleiben.
Der ausnahmslos von allen Grundstückseigentümern in Lübbecke vor ihren Grundstücken zu leistende Winterdienst zur Freihaltung von Gehwegen, wird teilweise gar nicht oder aber nur unzureichend ausgeführt. Daraus ergeben sich für die Verpflichteten u.a. erhebliche privatrechtliche Haftungsrisiken. Die Beauftragung von Mietern oder Dienstleistern mit der Ausübung des Winterdienstes muss von den Eigentümern kontrolliert werden.
Die Müllabfuhr ist insbesondere in den Hanglagen der Stadt und der Ortsteile stellenweise nicht immer planmäßig durchzuführen. Wenn auch PKW und kleinere Lieferfahrzeuge teilweise problematische Straßen noch befahren können, gilt das nicht unbedingt auch für die Müllfahrzeuge, die beladen mehr als 20 t wiegen können. Die Entscheidung, ob eine bestimmte Straße zum Zeitpunkt des Eintreffens der Müllabfuhr befahren wird oder nicht, kann allein der verantwortliche Fahrzeugführer treffen und nicht etwa die Stadt als Auftraggeber. Das beauftragte Abfuhrunternehmen arbeitet derzeit unter höchster Belastung von Personal und Gerät bis in die Abendstunden hinein.
Anlieger, deren Straßen nicht sicher angefahren werden können, sollten daher die Müllgefäße dort, wo das möglich ist, zu befahrbaren Durchgangsstraßen bringen. Wo in Einzelfällen der Müll überhaupt nicht abgeholt werden konnte, besteht die Möglichkeit, zur nächsten Abfuhr „Beipack“ in Tüten jeder Art, wie sie in Haushalten z.B. von Einkäufen vorhanden sind, bereitzustellen. Soweit die Menge in einem angemessenen Verhältnis zum vorhandenen Müllgefäß steht, werden sie mitgenommen.
Alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind bemüht, bei konkreten Problemen Lösungen zu finden. Trotz guten Willens sind die Möglichkeiten aber leider begrenzt. Die Stadtverwaltung bittet daher um Verständnis, wenn es derzeit durch wetterbedingte höhere Gewalt zu Einschränkungen kommt.