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Datum: 07.06.2016

Die Mitglieder des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Kreis Minden-Lübbecke auf Studienreise in der Schweiz

Die Mitglieder des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge unternehmen regelmäßig Kulturreisen zu historischen Stätten. Sie suchen Plätze auf, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Ihr Engagement für Kriegsgräber und Geschichte kombinieren sie mit Erlebnisreisen und historischen Besichtigungen. Die Kulturreise vom 18. bis 23. Mai 2016 ging in Richtung Bodensee und nach St. Gallen in die Schweiz.

Mit zu den ersten Besichtigungsterminen gehörte der Besuch der Kriegsgräberstätte Meersburg-Lerchenberg. Das "Ehrenmal“ erinnert an deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs, die während des Austauschs von schwerverwundeten deutschen Kriegsgefangenen gegen schwerverwundete französische und englische Kriegsgefangene über die neutrale Schweiz an ihren Verletzungen verstarben.

Diese traurige Geschichte hat die Reisegruppe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ganz besonders bewegt. Deshalb darf die Erinnerung an die beiden Weltkriege nicht in Vergessenheit geraten, damit sich solche Konflikte nicht wiederholen.

Ein weiterer Höhepunkt der Studienreise war der Besuch in St. Gallen. Die Reisegruppe aus dem Mühlenkreis besichtigte die Altstadt mit ihren kunstvoll verzierten Erkern, den Stiftsbezirk, der ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen ist, und den weltberühmten Barocksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen mit ihren alten Handschriften.

Eine geführte Rundfahrt über die auf der UNESCO-Liste aufgeführte Insel Reichenau, mit Besuch der vorromanischen Georgskirche in Reichenau-Oberzell und einer Führung im romanischen Münster St. Maria und Markus im Ortsteil Mittelzell stand auch auf dem Programm der Reisegruppe, die wie in den Vorjahren von Hans-Dieter Winterberg der Reiseleiter betreut wurde.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. pflegt im Auftrag der Bundesregierung über 800 Friedhöfe mit mehr als zwei Millionen Gräbern in 45 Staaten Europas und Nordafrikas. Finanzielle Unterstützung erhält der Verein von Mitgliedern und Spendern sowie von Bund, Ländern, Kommunen, Stiftungen und Jugendwerken. Seit 1953 bringt er unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ jährlich etwa 20.000 junge Leute aus ganz Europa zusammen, die sich bei gemeinsamer Kriegsgräberpflege für ein friedliches Europa engagieren. Für seine erfolgreiche Jugendarbeit erhielt er 2014 den Preis des Westfälischen Friedens.

Foto: Die Reisegruppe vor dem Soldatenfriedhof für deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs in Meersburg-Lerchenberg

Foto: Horst Rathert

 

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