Der TuS ist wieder da!
Stadt gratuliert ihrem Erstligaaufsteiger
Lübbecke. Sie haben es schon wieder getan! Seit 19:31 Uhr und 6 Sekunden steht es fest: Nach 1976, 1994, 2002, 2004, 2009 und 2017 steigt der TuS-N-Lübbecke zur neuen Saison zum siebten Mal in das Oberhaus des deutschen Handballs auf – so oft wie kein anderer Club.
In der vergangenen Saison noch auf der Zielgeraden durch den vorzeitigen coronabedingten Saisonabbruch ausgebremst, hatten die Rothemden in einer spannenden und schwierigen Spielzeit diesmal das bessere Ende für sich.
Den Schritt über die Ziellinie absolvierten die TuS-Jungs mit einem souveränen 33:27-Heimsieg über den TuS Ferndorf. Es war der 26. doppelte Punktgewinn im 36. Spiel, der dem TuS endgültig den zweiten Aufstiegsplatz hinter Zweitligameister HSV Hamburg sicherte.
Fast noch bemerkenswerter als der reine sportliche Erfolg ist dabei die Entwicklung der zurückliegenden Monate. Eine gefühlt fast vollständig neu zusammengestellte Mannschaft ist zu einer Einheit gewachsen, die letztlich hochverdient auch vor Saisonbeginn höher gehandelte Teams hinter sich gelassen hat.
Ausgerechnet in dieser besonderen Spielzeit, in der Lübbecke eine Art „Handball-Hauptstadt“ Deutschlands war, die wegen der Doppelbelegung der Merkur-Arena mit dem Lokalrivalen aus Minden von allen Teams der ersten und zweiten Liga bereist wurde, konnte ein Spielbetrieb vor Zuschauern über weite Strecken nicht stattfinden.
Gerade noch rechtzeitig zum Saisonfinale gab es dann wieder die Rückendeckung des „Achten Mannes“ auf den Tribünen. Diese Unterstützung, die in der Vergangenheit schon so oft den Unterschied ausgemacht hatte, sollte sich auch im Endspiel dieser Zweitligasaison als unbezahlbar erweisen. Obwohl die Halle nur zu knapp einem Viertel ihrer Kapazität ausgelastet werden durfte, sorgten die 774 Zuschauer wieder für das alte Feuer unter dem Dach von Lübbeckes Handballtempel.
„Lübbecke ist stolz auf seinen TuS, der eine herausragende Saison gespielt und dabei ein glänzendes Bild mannschaftlicher Geschlossenheit abgegeben hat“, so Handballfan Frank Haberbosch, der das Spiel am Samstagabend in der Halle verfolgte. Die persönliche Gratulation wird am späten Sonntagvormittag folgen, wenn Frank Haberbosch die Mannschaft am Alten Rathaus empfangen wird.