Der Kreis Minden-Lübbecke feiert 2013 sein 40-jähriges Bestehen
Der Kreis Minden-Lübbecke feiert 2013 sein 40-jähriges Bestehen. Was heute den meisten selbstverständlich erscheint, war damals eine einschneidende Veränderung. „Viel zu verdanken haben wir unseren Gründungsvätern“, würdigte Landrat Dr. Ralf Niermann die damals Verantwortlichen, die mit viel Besonnenheit, Kompetenz und Erfahrung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger die beiden Kreise zusammengeführt haben.
Am Anfang stand das sogenannte Bielefeld-Gesetz zur Gebietsneuordnung, das der Landtag am 24. Oktober 1972 beschlossen hatte und das am 1. Januar 1973 in Kraft trat. Schon im Vorfeld hatte es zahlreiche Diskussionen gegeben, wie die Neuordnung konkret aussehen könnte. Zwei Lösungen standen im Raum: ein Großkreis Minden-Ravensberg aus Minden, Lübbecke und Herford oder die dann verwirklichte Lösung aus den Kreisen Minden und dem Kreis Lübbecke.
Im früheren Kreis Minden standen Oberkreisdirektor Horst Rosenbusch (SPD) und Landrat Hans Rohe (SPD) an der Spitze, im früheren Kreis Lübbecke der parteilose Oberkreisdirektor Dr. Rolf Momburg und Landrat Hermann Struckmeier (CDU). Rosenbusch wurde neuer Oberkreisdirektor, Dr. Momburg sein Allgemeiner Vertreter. Diese Konstellation blieb zunächst auch nach Ende der Übergangslösung bestehen. Ihnen ist es gelungen, zum 1. Januar eine funktionsfähige neue Verwaltung aufzustellen, allerdings noch ohne gewählten Kreistag und ohne gewählten Landrat.
Hermann Struckmeier (CDU) wurde für den Übergang zum Beauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des Kreistags, des Kreisausschusses und des Landrats. Hans Rohe (SPD) wurde sein Vertreter. Zur Seite stand ihnen ein Beirat aus 15 ehemaligen Mindener und Lübbecker Kreistagsabgeordneten.
Während die Verwaltung ihren Dienst für die Bürgerinnen und Bürger tat, war hinter den Kulissen noch einiges in Bewegung im wahrsten Sinne des Wortes. Das Kreishaus in Minden stand damals nur im Rohbau. Die neue Kreisverwaltung war auf zwölf Gebäude in Minden und drei Gebäude in Lübbecke verteilt. Die neu gebildeten Ämter wurden jeweils in ihrer Gesamtheit an einem der beiden Orte untergebracht, so dass in den ersten Jahren viele Mindener Bedienstete nach Lübbecke pendeln mussten oder umgekehrt. Die gesamte Neuordnung gelang dabei, ohne dass jemand entlassen werden musste.
Mit der Wahl am 25. März 1973 endete auch die politische Übergangszeit. Der Kreis Minden war vorher SPD-regiert, im Kreis Lübbecke regierten CDU und FDP. Entsprechend knapp war das Ergebnis der Wahl: die SPD hatte 22 Sitze erlangt, die CDU 19 Sitze und die FDP 6 Sitze. So stellte eine Koalition aus CDU und FDP die Regierung im Kreistag mit Hermann Struckmeier als Landrat. Zum Kreisheimatpfleger wurde Wilhelm Brepohl gewählt.
Als der neue Kreis Minden-Lübbecke kaum ein Jahr bestand, musste er einen schweren Verlust hinnehmen. Am 3. Februar 1974 starb unerwartet Oberkreisdirektor Horst Rosenbusch im Alter von 48 Jahren. Sein Nachfolger wurde Dr. Rolf Momburg, sein Vertreter der frühere Lübbecker Kreisdirektor Dr. Günter Linkermann. Beide kannten sich bereits aus ihrer Lübbecker Zeit und setzten ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit fort. So war der Kreis Minden-Lübbecke in seiner Anfangszeit fest in Altlübbecker Händen.
„Die beiden Altkreise Minden und Lübbecke sind nach 40 Jahren eng verbunden - bei allen Eigenheiten der unterschiedlichen Ortschaften“, so der heutige Landrat Dr. Ralf Niermann. „Aber diese Eigenheiten gehören genauso dazu. Unser Kreis lebt von seiner großen Vielfalt, das macht ihn dynamisch und sympathisch. Wenn ich auf unsere Mühlenroute schaue, haben wir aber auch als Kreis unsere eigene Identität, um die uns viele andere Kreise beneiden. Unsere Mühlen sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal.“
Der Kreis Minden-Lübbecke plant eine öffentliche Veranstaltung zum Jubiläum am 6. Juli 2013. Nähere Informationen gibt der Kreis im Vorfeld rechtzeitig bekannt.
Am Anfang stand das sogenannte Bielefeld-Gesetz zur Gebietsneuordnung, das der Landtag am 24. Oktober 1972 beschlossen hatte und das am 1. Januar 1973 in Kraft trat. Schon im Vorfeld hatte es zahlreiche Diskussionen gegeben, wie die Neuordnung konkret aussehen könnte. Zwei Lösungen standen im Raum: ein Großkreis Minden-Ravensberg aus Minden, Lübbecke und Herford oder die dann verwirklichte Lösung aus den Kreisen Minden und dem Kreis Lübbecke.
Im früheren Kreis Minden standen Oberkreisdirektor Horst Rosenbusch (SPD) und Landrat Hans Rohe (SPD) an der Spitze, im früheren Kreis Lübbecke der parteilose Oberkreisdirektor Dr. Rolf Momburg und Landrat Hermann Struckmeier (CDU). Rosenbusch wurde neuer Oberkreisdirektor, Dr. Momburg sein Allgemeiner Vertreter. Diese Konstellation blieb zunächst auch nach Ende der Übergangslösung bestehen. Ihnen ist es gelungen, zum 1. Januar eine funktionsfähige neue Verwaltung aufzustellen, allerdings noch ohne gewählten Kreistag und ohne gewählten Landrat.
Hermann Struckmeier (CDU) wurde für den Übergang zum Beauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des Kreistags, des Kreisausschusses und des Landrats. Hans Rohe (SPD) wurde sein Vertreter. Zur Seite stand ihnen ein Beirat aus 15 ehemaligen Mindener und Lübbecker Kreistagsabgeordneten.
Während die Verwaltung ihren Dienst für die Bürgerinnen und Bürger tat, war hinter den Kulissen noch einiges in Bewegung im wahrsten Sinne des Wortes. Das Kreishaus in Minden stand damals nur im Rohbau. Die neue Kreisverwaltung war auf zwölf Gebäude in Minden und drei Gebäude in Lübbecke verteilt. Die neu gebildeten Ämter wurden jeweils in ihrer Gesamtheit an einem der beiden Orte untergebracht, so dass in den ersten Jahren viele Mindener Bedienstete nach Lübbecke pendeln mussten oder umgekehrt. Die gesamte Neuordnung gelang dabei, ohne dass jemand entlassen werden musste.
Mit der Wahl am 25. März 1973 endete auch die politische Übergangszeit. Der Kreis Minden war vorher SPD-regiert, im Kreis Lübbecke regierten CDU und FDP. Entsprechend knapp war das Ergebnis der Wahl: die SPD hatte 22 Sitze erlangt, die CDU 19 Sitze und die FDP 6 Sitze. So stellte eine Koalition aus CDU und FDP die Regierung im Kreistag mit Hermann Struckmeier als Landrat. Zum Kreisheimatpfleger wurde Wilhelm Brepohl gewählt.
Als der neue Kreis Minden-Lübbecke kaum ein Jahr bestand, musste er einen schweren Verlust hinnehmen. Am 3. Februar 1974 starb unerwartet Oberkreisdirektor Horst Rosenbusch im Alter von 48 Jahren. Sein Nachfolger wurde Dr. Rolf Momburg, sein Vertreter der frühere Lübbecker Kreisdirektor Dr. Günter Linkermann. Beide kannten sich bereits aus ihrer Lübbecker Zeit und setzten ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit fort. So war der Kreis Minden-Lübbecke in seiner Anfangszeit fest in Altlübbecker Händen.
„Die beiden Altkreise Minden und Lübbecke sind nach 40 Jahren eng verbunden - bei allen Eigenheiten der unterschiedlichen Ortschaften“, so der heutige Landrat Dr. Ralf Niermann. „Aber diese Eigenheiten gehören genauso dazu. Unser Kreis lebt von seiner großen Vielfalt, das macht ihn dynamisch und sympathisch. Wenn ich auf unsere Mühlenroute schaue, haben wir aber auch als Kreis unsere eigene Identität, um die uns viele andere Kreise beneiden. Unsere Mühlen sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal.“
Der Kreis Minden-Lübbecke plant eine öffentliche Veranstaltung zum Jubiläum am 6. Juli 2013. Nähere Informationen gibt der Kreis im Vorfeld rechtzeitig bekannt.