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Brandschutz im Blickpunkt: Landrat und Feuerwehr im Gespräch

Kreis Minden-Lübbecke, 04.02.2008

  
Brandschutz im Blickpunkt: Landrat und Feuerwehr im Gespräch

Die Menschen im Mühlenkreis können sicher sein, dass ihnen in Notfällen schnell und kompetent geholfen wird. Dafür sorgen die effektiv organisierten, gründlich ausgebildeten und gut ausgerüsteten Feuerwehren. Über die Situation der Feuerwehren im Mühlenkreis, aktuelle Perspektiven und Probleme sowie den Schutz in Katastrophenfällen informierten sich Landrat Dr. Ralf Niermann und Kreisdirektorin Cornelia Schöder jetzt in einem Gespräch mit Kreisbrandmeister Helmut Hevermann und seinen Vertretern Klaus-Heinrich Schwichow und Walter Riechmann.

Im Blickpunkt standen besonders die Freiwilligen Feuerwehren mit ihren rund 3.000 aktiven Mitgliedern. „Es fehlt bei Alarmierungen tagsüber vielerorts an Personal“, betonte Klaus-Heinrich Schwichow. Weil immer mehr Menschen zu ihrem Arbeitsplatz pendeln, sind bei vielen freiwilligen Löschgruppen tagsüber nicht mehr genug Kräfte verfügbar. Nachwuchswerbung ist notwendig - ein Feld, auf dem die Jugendfeuerwehren im Kreis mit ihren rund 1.000 Mitgliedern wertvolle Dienste leisten.

Eine Hürde für die ehrenamtlichen Helfer: Für manche Arbeitgeber ist es problematisch, wenn ein Mitarbeiter unvermittelt seinen Arbeitsplatz verlässt, weil er zum Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr gerufen wird. „Ich bin froh, dass es trotz des hohen Drucks in der Wirtschaft weiterhin genügend Unternehmen gibt, die ihre Mitarbeiter für diese wichtige ehrenamtliche Aufgabe freistellen. Schließlich tragen die Freiwilligen Feuerwehren maßgeblich zur Sicherheit der Bürger und der Firmen bei“, betont Landrat Dr. Niermann.

Bei den Feuerwehren selbst wird permanent darüber nachgedacht, welche Herausforderungen die Zukunft bringen wird. „Die fachlichen Anforderungen werden immer größer“, betont Kreisbrandmeister Helmut Hevermann. Waren die Blauröcke früher hauptsächlich Brandbekämpfer, rücken sie heute immer öfter zu technischen Hilfeleistungen aller Art aus. Damit steigen die Anforderungen an den Ausbildungsstand ebenso wie an die Ausrüstung. Mancherorts wird auch über neue Organisationsstrukturen nachgedacht.

Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden, doch die Feuerwehren arbeiten auch eng mit dem Kreis zusammen. Dieser ist beispielsweise für den Rettungsdienst, die Kreisleitstelle und den Katastrophenschutz zuständig. Die Zusammenarbeit, da waren sich Landrat und Feuerwehr-Führung einig, läuft gut, effektiv und vertrauensvoll. Und das soll natürlich so bleiben - zum Wohl der Feuerwehren und zur Sicherheit der Bürger.

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