Biogasprojekt Pohlsche Heide - die ersten Schritte zur Umsetzung
Kreis Minden-Lübbecke, 22.07.2008
Biogasprojekt Pohlsche Heide - die ersten Schritte zur Umsetzung
Nachdem der Kreistag des Kreises Minden-Lübbecke und die politischen Gremien der AML IMMObilien GmbH die grundsätzlichen Beschlüsse zur Umsetzung des Biogas-Projektes gefasst hatten, wurde intensiv an einer Umsetzung gearbeitet.
Jetzt wurde ein wichtiger Meilenstein zum Abschluss gebracht. Der Netzanschluss- und Biomethaneinspeisevertrag wurde von Jürgen Striet für die AML IMMObilien GmbH, eine 100%ige Tochter des Kreises Minden-Lübbecke, und Karl-Heinz Schlüter für die GELSENWASSER Energienetze GmbH Gelsenkirchen, unterschrieben. „Bei der Anlage handelt es sich um die erste vergleichbare Anlage im Netzgebiet der Gasversorgung Westfalcia“, stellte Karl-Heinz Schlüter, Geschäftsführer der GELSENWASSER Energienetze GmbH, heraus. Der Kreis Minden-Lübbecke investiert hier gut 10.000.000,-- €, die Anlage soll nach heutigen Planungen im Herbst 2009 in Betrieb gehen.
Das Konzept für das Biogasprojekt sieht vor, das in der Pohlschen Heide gewonnene Biogas nicht vor Ort zu verstromen, sondern in das öffentliche Gasnetz einzuspeisen. An drei Liegenschaften (Schul- und Sportzentrum Minden, Kreishaus Minden und Krankenhaus Bad Oeynhausen) wird dieses Gas dann entnommen, um hieraus Strom und Wärme zu gewinnen.
Damit dieses Konzept verwirklicht werden kann, ist es erforderlich, dass der öffentliche Gasnetzbetreiber die Einspeisung und Durchleitung durch sein Gasnetz zulässt. Diese Vertragsgespräche wurden jetzt erfolgreich zum Abschluss gebracht. „Die konstruktive Bereitschaft der Gasversorgung Westfalica GmbH aus Bad Oeynhausen, der GELSENWASSER Energienetze GmbH Gelsenkirchen (GWN) und der AML IMMObilien GmbH haben zu einem Vertragswerk geführt, welches einen soliden Interessenausgleich zwischen den Vertragsparteien darstellt. Die GWN setzen hiermit das von Anfang an gegebene Versprechen das Vorhaben konstruktiv zu begleiten in die Tat um. Der Kreis Minden-Lübbecke und die AML IMMObilien GmbH freuen sich über diese Unterstützung und hoffen auf weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit“, erklärte Jürgen Striet, Kreisbaudezernent und Geschäftsführer der AML IMMObilien GmbH nach der Vertragsunterzeichnung.
Auch das Land Nordrhein Westfalen unterstreicht sein Interesse an dem Vorhaben durch eine Landeszuwendung in Höhe von 400.000,-- €. Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes war frühzeitig in die Planung mit einbezogen worden. Die Gesamtkonzeption des Vorhabens, aus dem Rohstoff Bioabfall Energie zu gewinnen, ist dort auf große Resonanz gestoßen.
Fakten:
Aus 40.000 to Bioabfälle werden jährlich ca. 3,6 Mio. cbm Biogas. Nach der Gasaufbereitung zu Erdgasqualität werden hieraus klimaschonend 6,7 Mio. kwh Strom und ca. 8 Mio. kwh Wärme.