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Bester Straßenwärter kommt aus Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke, 22.07.2010

 

Bester Straßenwärter kommt aus Minden-Lübbecke


Interessant und abwechslungsreich - so hatte sich Daniel Spönemann seinen zukünftigen Beruf vorgestellt, als er vor drei Jahren auf der Berufsinformationsbörse GoFuture in Minden auf die Straßenwärter-Ausbildung im Baubetrieb des Kreises Minden-Lübbecke stieß. Jetzt hat der 20-Jährige als nrw-weit Jahrgangsbester mit 90,5 von 100 Punkten seinen Gesellenbrief bekommen. Zusammen mit 88 weiteren Straßenwärtern war er in Gelsenkirchen bei Straßen.NRW zur feierlichen Lossprechung. Gerd Schake, Leiter des Bau- und Vermessungsbetriebs in Minden-Lübbecke, ist stolz auf den beruflichen Nachwuchs: "Wir hatten immer gute Auszubildende, aber noch nie den besten."

Von der ersten Straßenmarkierung auf der K 21 an hatte Daniel Spönemann Spaß an seinem zukünftigen Beruf: "Ich fand es spannend zu sehen, wie das funktioniert, zum Beispiel dass man auf das richtige Strich-Lücke-Verhältnis achten muss." Seither hat Spönemann viel gelernt, und das konnte er auch zeigen in der Prüfung: Fachwissen über Bauwerkinstandsetzung und Straßenverkehrssicherung war im theoretischen Teil gefragt, praktisch musste er zeigen, wie ein Schild aufgestellt und eine Baumscheibe hergestellt wird - und das bei hochsommerlichen Temperaturen. Konzentriert ist Spönemann ans Werk gegangen: "Man merkt das während der Prüfung gar nicht, wie warm das ist." Und von dem Zeitlimit hat er sich auch nicht beirren lassen. "Am Ende wurde es ein bißchen eng, aber ich habe einfach versucht, Ruhe zu bewahren," so Spönemann.

Ausbilder Torsten Günther vom Baubetrieb weiß, was Spönemann geleistet hat: "Die Prüfungen sind sehr schwer. Straßenwärter ist eine umfangreiche Ausbildung, da muss man auf alles vorbereitet sein." Straßenwärter räumen Hindernisse von den Straßen, befreien Fahrbahnen von Schnee und Eis, reparieren Schutzplanken nach Unfällen, beseitigen Schlaglöcher, warten verkehrstechnische Anlagen, reinigen Straßenentwässerungen, mähen Gras und sichern Baustellen. Für die Prüfung hat Daniel Spönemann gemeinsam mit dem zweiten Auszubildenden Stefan Ferenz gelernt, der mit 80 Punkten ebenfalls ein gutes Ergebnis nach Hause gebracht hat.

"Am Anfang der Ausbildung besteht die Hälfte der Zeit darin, darauf zu achten, dass den Auszubildenden nichts passiert," sagt Günther. Die Arbeit an der Straße ist nicht leicht: "Man kann nur mit einem Auge arbeiten, mit dem anderen muss man auf den Verkehr achten," ergänzt Spönemann. Auch in anderer Hinsicht verändert sich die Wahrnehmung: "Als Straßenwärter ist man immer im Dienst, man achtet ganz anders auf die Straßen," so Günther. Spönemann geht es genauso: Früher habe er nie darauf geachtet, ob ein Straßenschild vielleicht mal ein bißchen schief steht, aber inzwischen ist ihm der prüfende Blick unterwegs zur Gewohnheit geworden.

Sein spannendstes Erlebnis während der Ausbildung war der Umzug des Mindener Klinikums 2008: "Damals haben wir die Ringstraße einseitig gesperrt und eine Spur extra für die Krankenfahrzeuge eingerichtet," erinnert sich Spönemann. "Alles lief reibungslos. Morgens um 5 Uhr haben wir angefangen, und schon um 16 Uhr hatten wir alles wieder zurückgebaut."

Auch für das Jahr 2011 werden Auszubildende für den Beruf der Straßenwärterin bzw. des Straßenwärters und auch andere Ausbildungsberufe gesucht. Aktuell läuft das Ausschreibungsverfahren. Bewerbungen können bis zum 22.08.2010 beim Kreis Minden-Lübbecke im Haupt- und Personalamt eingereicht werden. Bei Fragen steht Kai Schäkel als Ausbildungsleiter unter 0571 / 807-2131 gerne zur Verfügung.

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