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Besserer Schutz vor gefährlichen Keimen

Minden-Lübbecke, 19.04.2007

Besserer Schutz vor Keimen als Ziel

Immer öfter lösen Keime, die gegen Antibiotika resistent sind, schwere Erkrankungen aus. Im Kreis Minden-Lübbecke soll der Schutz vor dieser Gefahr verbessert werden. Darum hat das Kreisgesundheitsamt gemeinsam mit dem Arbeitskreis Hygiene eine Empfehlung für Mitarbeiter von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Rettungsdiensten entwickelt. Auf diese Weise können sich Menschen, die während ihrer Arbeit mit infizierten Patienten umgehen, wirksamer schützen und die Ausbreitung der multiresistenten Keime eindämmen.

Der Arbeitskreis Hygiene aus Kreisgesundheitsamt, Medizinern der Mühlenkreiskliniken und des Bad Oeynhausener Herzzentrums sowie Hygienefachkräften mehrerer Kliniken gibt den Betroffenen konkrete Hinweise, wie sie mit infizierten Menschen umgehen sollen. Als Basis dienen neben eigenen Erfahrungen auch Empfehlungen des Berliner Robert-Koch-Institutes. „Unser Ziel ist, dass jede Einrichtung im Kreis Minden-Lübbecke die gleichen Hygienestandards haben soll", erklärt Joachim Knoche vom Kreisgesundheitsamt. Nur so ist wirksamer Schutz sicherzustellen.

Die Hygiene-Experten haben Ihre Empfehlungen jetzt im Kreishaus Vertretern der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und privaten Krankentransport-Anbietern vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Diese sollen die neuen Standards nun in ihre Institutionen tragen und die Mitarbeiter entsprechend schulen. Weitere Zielgruppen sind Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen sowie Alten- und Pflegeheime.

Dabei wird mit einem veränderten Ansatz gearbeitet: Bisher stand die Frage im Vordergrund, wie sich beispielsweise Rettungsdienst-Mitarbeiter durch Schutzkleidung absichern können, wenn sie einen infizierten Patienten transportieren. Künftig steht der Patient selbst stärker im Mittelpunkt. Gründliches Waschen sowie frische Kleidung vor dem Transport und bei Bedarf ein Mundschutz können die Gefahr der Keimverbreitung senken. Zur Vorbeugung gehören natürlich weiterhin wie gewohnt die gründliche Reinigung des Fahrzeugs nach dem Transport und eigene Schutzmaßnahmen der Besatzung wie Handschuhe oder Kittel.

Multiresistente Keime (MRSA) treten in Deutschland immer häufiger auf. Falls sie in Wunden gelangen, können sie verschiedene Entzündungen auslösen, die mit Antibiotika nicht oder nur eingeschränkt zu behandeln sind. Die Verbreitung solcher Keime im Kreis Minden-Lübbecke liegt statistisch gesehen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Trotzdem will das Kreisgesundheitsamt mit dem Arbeitskreis Hygiene das Thema weiterverfolgen und beruflich Betroffene informieren, um damit die Ausbreitung der Krankheitserreger einzudämmen und die Bevölkerung zu schützen.

Nähere Information zum Thema Hygiene gibt es beim Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke, Telefon 0571/807-2871, E-Mail joachim.knoche@minden-luebbecke.de <mailto:joachim.knoche@minden-luebbecke.de> oder im Internet unter www.rki.de.

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