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Besondere Kunst im Gesundheitsamt: »Ich will Mut machen, Hilfe anzunehmen«

Mal knallbunt, mal abstrakt, mal Schiffe im Sonnenuntergang: 18 besondere Kunstwerke zieren jetzt die Räume des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Gesundheitsamtes des Kreises Minden-Lübbecke in Lübbecke. Das Besondere an Ihnen: Sie sind gemalt - und als Dauerleihgabe gespendet - von einer ehemaligen Patientin/Klientin.

Wer Kerstin Priesmeier neben ihren Kunstwerken herzlichen lachen sieht, würde wahrscheinlich nicht glauben, dass sie eine extrem schwierige Zeit hinter sich hat. „Ein schwerer Schicksalsschlag hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich dachte, für mich wäre das Leben vorbei“, erzählt die 52-Jährige aus Stemwede. Sie entscheidet sich, Hilfe anzunehmen und beginnt eine Therapie. In dieser Zeit entdeckt sie die Leidenschaft zum Malen wieder und wird bestärkt damit unbedingt weiterzumachen. Unter anderem von Marion Graw, die beim Sozialpsychiatrischen Dienst in Lübbecke arbeitet. Sie betreut Kerstin Priesmeier über mehrere Monate in der Wartezeit auf einen anschließenden Therapieplatz. „Neben der Beratung und als Erstkontakt bei seelischen Krisen und psychischen Erkrankungen ist das ein wichtiges Angebot des Sozialpsychiatrischen Dienstes: Vertraulich, kostenlos und kurzfristig da zu sein bis eine Therapie beginnen kann“, erklärt Marion Graw.

Bei diesen Gesprächen entsteht der Gedanke, die Bilder der 52-Jährigen in den Räumen in Lübbecke auszustellen. „Für mich ist diese Dauerleihgabe ein Dankeschön an das Team hier, das mir so sehr geholfen hat. Aber es soll auch anderen Mut machen, dass es etwas bringt, Hilfe anzunehmen und so zurück ins Leben zu finden“, sagt Priesmeier. Zurück ins Leben hat sie dank professioneller Hilfe gefunden - sowohl privat als auch beruflich.

Zum Hintergrund:

Der Sozialpsychiatrische Dienst ist Teil des Gesundheitsamtes des Kreises Minden-Lübbecke. Sowohl in Minden als auch in den Außenstellen Lübbecke und Bad Oeynhausen sind die Mitarbeitenden für Menschen mit seelischen Problemen, psychischen Erkrankungen, Depressionen, Angst und Panik, Suizidgedanken oder Psychosen da. Das kann in Form von Gesprächen sein, einer telefonischen Beratung, einer Angehörigenberatung, ärztlichen Sprechstunden, Hilfe in Krisensituationen oder einer längerfristigen Begleitung.

Es kann dabei um die Bereiche Gesundheit, Arbeit, Wohnen, Existenzsicherung und Freizeit gehen. Die Mitarbeitenden informieren Sie über Hilfsmöglichkeiten und vermitteln diese bei Bedarf.

Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage: https://www.minden-luebbecke.de/Service/Gesundheit/Sozialpsychiatrie/Sozialpsychiatrische-Beratung/

Fotos: Kreis Minden-Lübbecke / M. Graw

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