Berufsfelderkundungen starten im Kreis Minden-Lübbecke
Mit einer Online-Buchungsplattform bringt der Kreis Minden-Lübbecke Schüler und Unternehmen im Kreisgebiet zusammen. Dahinter stehen die sogenannten Berufsfelderkundungen. Sie gehören ab jetzt im Kreis Minden-Lübbecke als neues Element zum Berufsorientierungsprozess des Landesprogrammes „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Berufsfelderkundungen sind das Bindeglied zwischen Potenzialanalyse und Praktikum. Zur Auftaktveranstaltung kamen über 70 Vertreterinnen und Vertreter aus weiterführenden Schulen, Kammern, Unternehmen und den Wirtschaftsförderungen sowie aus der Kreis- und den Kommunalverwaltungen ins Kreishaus in Minden.
Kommunale Koordinierungsstelle stellt Online-Buchungsplattform für Unternehmen und Schüler vor
Die Onlinebuchungsplattform soll von Jugendlichen, Schulen und Betrieben genutzt werden. Mit ihr macht sich der Kreis Minden-Lübbecke gemeinsam mit allen Partnern des Regionalen Ausbildungskonsenses in diesem Jahr erstmalig auf die Suche nach rund 1000 Berufsfelderkundungsplätzen.
Die Kreisdirektorin und Dezernentin für Bildung, Arbeit und Recht, Cornelia Schöder, betonte die große Bedeutung der Berufsfelderkundungen und die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten dafür, dass ausreichend Plätze für die Schülerinnen und Schülern im Kreisgebiet bereitgestellt werden. „Der Kreis Minden-Lübbecke wird in den kommenden Jahren mit allen weiterführenden Schulen in das Landesprogramm einsteigen, so dass ab 2017 jährlich ca. 4000 Schülerinnen und Schüler die Welt der Berufsfelder erkunden werden“, so Cornelia Schöder. Sie appellierte an Wirtschaftsförderungen und Unternehmen, Jugendlichen aktiv zu zeigen, dass der Kreis viele spannende Berufsfelder zu bieten hat.
Berichte aus der Praxis
Welche Erfahrungen die Berufsfelderkundung mit sich bringen, berichteten Anja Paul und Stefan Bro (beide 14) von der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Minden. Sie waren zwei der sieben Schülerinnen und Schüler aus Minden und Petershagen, die am „Probedurchlauf BFE“ im November 2014 teilgenommen hatten. „Schade, dass wir nur eine Berufsfelderkundung machen durften“, war ihr Fazit.
„Wir wollten den Weg für den großen Aufschlag ebnen und haben uns deshalb bewusst für einen Probedurchlauf entschieden,“ so Anke Steffen, Leiterin der Kommunalen Koordinierungsstelle des Kreises. „Mit diesen Erkenntnissen blicken wir positiv auf die Berufsfelderkundung – wir sehen hierin viele Chancen für alle: Jugendliche und Betriebe.
Denn dieses neue Element im Berufsorientierungsprozess des Landesprogrammes „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist ein starkes Bindeglied zwischen Potenzialanalyse und Praktikum. Die Schülerinnen und Schüler wissen um ihre Stärken und erkunden bewusst ein Berufsfeld, das zu ihnen passt – sie entscheiden sich nicht mehr für den Bäcker nebenan, weil es dort eben auch Kuchen gibt. Es sei denn, sie interessieren sich für das Berufsfeld Produktion/Fertigung.“ Auch die am Probelauf beteiligten Institutionen wie die Sparkasse Minden-Lübbecke oder der Kinder- und Jugendtreff „Westside“ zogen eine positive erste Bilanz: Sie sind bei der Berufsfelderkundung sehr motivierten Jugendlichen begegnet und wollen künftig wieder Berufsfelderkundungsplätze zur Verfügung stellen.
Onlineplattform und Kontaktmöglichkeiten
In Workshops bekamen alle interessierten Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen und Unternehmen anschließend die Online-Buchungsplattform des Anbieters impiris GmbH & Co. KG vorgestellt. Die Buchungsplattform ist im Internet unter der Adresse www.sbo-portal-mi-lk.bfe-nrw.de erreichbar. Ab sofort können alle Unternehmen und Institutionen hier ihre Plätze für einen der vier kreisweiten BFE-Tage einstellen. Bei allen Fragen rund um Berufsfelderkundungen stehen Heike Ramin (Tel: +49 571 807-21720) und Johanna Jahns (Tel: +49 571 807-21711) von der Kommunalen Koordinierungsstelle zur Verfügung. Alle Informationen rund um die Buchungsplattforum und „Kein Abschluss ohne Anschluss“ finden Sie hier.