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Bürgerfreundliche Verwaltung

Minden-Lübbecke, 18.03.2010

 

Bürgerfreundliche Verwaltung

Inspektorenanwärter beenden Projektarbeit: „Die Verbesserung der Bürgerfreundlichkeit vor dem Hintergrund der zunehmenden Konfliktbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger“

Überwiegend zufrieden sind die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Minden-Lübbecke mit ihren Kommunalverwaltungen. Das ergab eine Projektarbeit von zehn Stadt- und Kreisinspektorenanwärtern des Kreises Minden-Lübbecke sowie der kreisangehörigen Städte Minden und Bad Oeynhausen. Sie haben für dieses Projekt im Rahmen ihres Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV NRW) 420 Bürger und 384 Mitarbeiter von Verwaltungen im Kreis befragt. "Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele Befragte sich die Zeit genommen haben zum Beantworten der Bögen," sagt der Projektverantwortliche Oliver Henkel. Die Studentengruppe hatte kurze Interviews anhand von Fragebögen geführt vor allem in den kontaktintensiven Bereichen wie beispielsweise Bürgerbüros oder Sozialämtern, ebenso in der Fußgängerzone der Stadt Minden.

Alle Studierenden haben die Prüfung bestanden, die zu dieser Projektarbeit gehörte. Damit haben sie einen Schein als Zulassung zur Examensprüfung erworben, die Mitte des Jahres ansteht. Der von den Studierenden entworfene Fragebogen war in verschiedene Bereiche unterteilt. Einige persönliche Fragen dienten dazu, Vergleichsgruppen zu schaffen und keine Rückschlüsse auf die Person zuzulassen. Schwerpunkte der Befragung waren aber Bürgerfreundlichkeit und Konflikte mit der Behörde. Die meisten Bürgerinnen und Bürger bewerteten die Kommunalverwaltungen und ihre Mitarbeiter positiv.

Die Aktion wurde zwar nicht von den Städten und dem Kreis in Auftrag gegeben, aber mit Interesse zur Kenntnis genommen. "Unserer Verwaltung liegt natürlich viel daran, die Bürgerfreundlichkeit kontinuierlich zu verbessern," sagte Landrat Dr. Ralf Niermann. Anhand der Befragung wurde deutlich, dass die Schritte anerkannt hin zu mehr Bürgerfreundlichkeit werden: Die Schaffung von Bürgerbüros und die Einführung von kundenorientierten Geschäftszeiten wurde von den befragten Bürgern lobend erwähnt.

Die Auswertung der Mitarbeiterbefragung zeigte, dass im Bereich der Konfliktbereitschaft Bürger heute mehr für ihre Rechte eintreten als vor ein paar Jahren. Dies lässt sich auch damit erklären, dass die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung in der heutigen Zeit wesentlich vielfältiger sind, zum Beispiel durch das Internet. Körperliche Konflikte mit tätlichen Übergriffen auf Mitarbeiter der Kommunalverwaltungen bilden die absolute Ausnahme. Verbale Auseinandersetzungen haben jedoch leicht zugenommen. Um mit den daraus resultierenden Situationen besser umgehen zu können, bieten die Verwaltungen ihren Mitarbeitern Schulungen und Seminare in den Bereichen Konfliktmanagement und Umgang mit dem Bürger an.

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