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Datum: 21.11.2023

Ausstellung, 23.11., 17 Uhr, "Gegenwärtig- 267 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990«

Verein Deutscher Sinti e.V. Minden und NRWeltoffen präsentieren gemeinsam die Ausstellung „Gegenwärtig – 267 Opfer rechter Gewalt seit 1990

Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist nicht nur ein wichtiger Baustein unserer Erinnerungskultur – gerade angesichts des aktuellen Rechtsextremismus wird sie immer wichtiger. Noch immer gibt es rechte ideologische Täter. Gerade auch hier bei uns in Ostwestfalen, wie aktuelle Ereignisse und Prozesse zeigen. Das wird in der Ausstellung „Gegenwärtig“ deutlich: Seit 1990 sind 267 Menschen getötet worden durch rechte Gewalt. An sie erinnert die aktuelle Ausstellung, damit niemand in Vergessenheit gerät.

Die Fachstelle NRWeltoffen und der Verein Deutscher Sinti „Mer Ketne“ Minden laden am Donnerstag, 23. November 2023 um 17 Uhr gemeinsam zur Ausstellungseröffnung ins Kreishaus ein. Der Autor Thomas Billstein wird einen Vortrag halten mit dem Titel „Kein Vergessen“. Auf seinen Recherchen basiert die Ausstellung. Anschließend ist die Ausstellung für vier Wochen in der Sitzungssaalebene im Kreishaus zu sehen. Dort kann sie während der Öffnungszeiten des Kreishauses besucht werden.

Informationen zur Ausstellung:

In dieser Ausstellung werden in einer Rauminstallation 16 Silhouetten von Menschen gezeigt. Diese sind aus Pappe. Auf den Figuren sind alle 267 Namen dargestellt mit Geburtsdatum, Sterbedatum und Ort. Zu zehn ausgewählten Personen können die Geschichten konkret nachgelesen werden. Die Kunstinstallation wurde von den Künstlern Wolfgang Brenner, Michel Ptasinski in Zusammenarbeit mit Matthias Zimoch von der Servicestelle Antidiskriminierung der Caritas Paderborn geschaffen.

Im Modellprojekt "Mer Ketne " engagiert sich der Verein Deutscher Sinti e.V.  Minden für Aufklärung gegen Rechtsextremismus und gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber der Minderheit der Sinti und Roma. In Minden gedenkt der Verein jährlich am 2. August der Opfer des Holocaust an den europäischen Sinti und Roma und am 16. Dezember des Tages des Himmler-Erlasses. Dieser ordnete die Deportation zur Vernichtung aller noch lebenden Sinti und Roma nach Auschwitz an.

Der Kreis Minden - Lübbecke setzt sich gegen Extremismus und für Demokratie ein. Hierbei ist die Förderung von gesellschaftlichem Zusammenhalt besonders wichtig. Daher hat die Fachstelle NRWeltoffen 2018 gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis ein Handlungskonzept entwickelt, in dem die Handlungsfelder Erinnerungskultur, Diskussions- und Debattenkultur und Grund- sowie Menschenrechte Grundlage der Ziele dieser Fachstelle sind. Seitdem sind in allen Kommunen verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen gezeigt worden. Zivilgesellschaftliche Bündnisse wurden gestärkt und regelmäßige Netzwerktreffen mit wissenschaftlichem Input wirken unterstützend auf die handelnden Akteure.

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