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Datum: 27.06.2011

Aus dem Kreis der Mühlen hinein in die Wohnzimmer der Welt

Gleichstellungsbeauftragten haben eingeladen- Tagesschau zeigt die Gruppe


Getragen von der impulsiven Stimmung im Olympiastadion feierte am 26. Juni auch eine Gruppe aus Kreis Minden – Lübbecke den Auftakt der Fußball Weltmeisterschaft der Frauen. Gemeinsam mit 73.680 begeisterten Menschen erlebten die 49 Frauen und 4 Männer die emotionale Eröffnung und bejubelten den ersten Sieg der erfolgsverwöhnten Nationalmannschaft.

Olympiastadion

Bewegende Momente erlebten die Teilnehmerinnen aus Pr. Oldendorf, Lübbecke, Espelkamp und Bad Oeynhausen anlässlich der Tagestour nach Berlin zur feierlichen Eröffnung der Fußball WM der Frauen. Das Olympiastadion mit seinen gigantischen Ausmaßen war eine große Bühne für feierfreudige Fußballfans aus der ganzen Welt. Als Gastgeber für 16 Mannschaften präsentierte sich Deutschland herzlich, offen und gut gelaunt. Grund zu guter Laune hatten auch die Damen aus dem Kreis. Ihre guten Platzkarten (direkt hinter dem gegnerischen Tor) brachten sie ganz nah an das Geschehen heran und somit mitten ins Geschehen. Auch Uschi Lübkemeier war ergriffen und schwärmte noch Stunden nach dem Abpfiff von der gigantischen Atmosphäre im Stadion. Als jüngste Teilnehmerin feierte die 14-jährige Lara Högemeier die ausgelassene Torstimmung mit. Sie hatte diesen besonderen Tag als Geschenk zu ihrer Konfirmation erhalten. „Für mich war es das Schönste, die Fußball-Gemeinschaft zu erleben“, berichtet sie von Ihren Eindrücken.

Marion Klein-Robbenhaar, selber Fußballtrainerin für eine Mädchenmannschaft in Pr. Oldendorf, war mit ihren Kindern nach Berlin gereist. „Das waren schon bewegende Momente, als die Stimmung uns alle erfasste und das ganz Stadion die Mannschaft eingeheizt hat“; sagt sie. Auch spielerisch waren sie und Ihre Kinder zufrieden, auch wenn die zweite Halbzeit nach der Auswechslung nicht die erhoffte Spielspannung brachte.  „Die haben gespielt wie die Männer“, resümiert auch Iris Nolte-Giersdorff, die sich mit ihrer Freundin Claudia Meyer für die Gruppenfahrt angemeldet hatte und Tore wie aus dem Lehrbuch gesehen hat.

Möglich gemacht hat diese unvergessliche Reise die Initiative von Andrea Kneller, die bereits im April 2010 ein Kontingent von 45 Karten bei der Fifa bestellt hatte. Gemeinsam mit drei anderen Gleichstellungsbeauftragten aus dem Kreis Angelika Lüters (Lübbecke), Beate Henke (Espelkamp) und Karla Rahlmeyer (Bad Oeynhausen) hatte Sie die Fahrt organisiert. Der Skepsis, ob sich die Karten überhaupt „an die Frau“ bringen ließen, wich eine große Resonanzwelle. „Letztendlich hätten wir auch 300 Karten verkaufen können“, freuten sich alle Vier über den gelungenen Tag. Eine Fußball WM im eigenen Land erleben, ein Teil der großen Gemeinschaft sein und Frauenfußball in die Herzen der Menschen tragen, das sei das erklärte Ziel gewesen. In diesem Sinne gab es gestern viele Gewinner. Krönender Abschluss des aufregenden Tages war dann die Botschaft aus der Heimat. Dort hatten Freunde und Bekannte „Ihre Frauen“ in der Berichterstattung der Tagesschau gesehen. Berlin, Berlin – wir waren in Berlin, sang die Gruppe und feierte noch im Bus den ereignisreichen Tag.
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