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Datum: 26.08.2014

1914 - Unsere Welt im Umbruch - Veranstaltungsreihe in Lübbecke zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges

Lübbecke. In den vergangenen Monaten haben die Stadt Lübbecke, die Ev.-Luth. Kirchengemeinde, der Kirchenkreis, das Sinfonieorchester und der Vorbereitungskreis für den „Weg der Erinnerung“ gemeinsam eine Veranstaltungsreihe ausgearbeitet, die sich auf vielfältige Weise mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 auseinandersetzt.

Den Auftakt der insgesamt acht Veranstaltungen bildet die Sonderausstellung „Die Farben des Krieges“ von Archiv und Museum der Stadt Lübbecke. „Die Stadtchronik, die Berichte des Lübbecker Kreisblattes und die Feldpostbriefe der Soldaten aus dem Lübbecker Land machen nur allzu deutlich, dass der Weltenbrand auch vor der hiesigen Bevölkerung nicht Halt gemacht hat“, stellt Stadtarchivarin Christel Droste fest. „Es ging angesichts des Krieges nicht selten um ihr blankes Überleben – sei es an der Front oder in der Heimat. Da blieb bald kein Raum mehr für Begeisterung.“ Die Ausstellung wird am Sonntag, 14. September um 11 Uhr im Kultur- und Medienzentrum (Altes Rathaus) eröffnet und am Eröffnungstag bis 13 Uhr zugänglich sein. Bis zum 14. November kann sie anschließend während der Öffnungszeiten der Mediothek besucht werden.

Im Anschluss an die Eröffnung der Ausstellung mahnt das Lübbecker Sinfonieorchester mit dem Konzert „Pace – ‚Krieg‘ und ‚Frieden‘ im Spiegel der Musik“ mit Werken von Bach, Händel, Beethoven, Debussy und Mahler den Wunsch nach Frieden an. Das Konzert unter Leitung von Heinz-Hermann Grube und unter Mitwirkung des Baritons Hinrich Horn beginnt am 14. September um 17 Uhr in der Stadthalle.

Am 29. September zeigt die Mediothek Lübbecke um 19:30 Uhr im Kultur- und Medienzentrum (Altes Rathaus) den ungeschönten Anti-Kriegsfilm „Im Westen nichts Neues“ nach der bekannten Romanvorlage von Erich Maria Remarque.

Die Kantorei an St. Andreas, die Dorchester Choral society, das Orchester „opus 7“ und mehrere Solisten unter Leitung von Heinz-Hermann Grube bringen am 25. Oktober das Oratorium „A child of our time“ von Michael Tippett zur Aufführung. „Es macht die Verbindung zwischen dem Ersten Weltkrieg und dessen Folgen deutlich, indem es die Hintergründe der Pogromnacht 1938 in den Blick nimmt und Erinnerung und Versöhnung anstrebt“, erläutert Heinz-Hermann Grube. „Dass wir ausgerechnet dieses Oratorium mit unseren Freunden aus Lübbeckes Partnerstadt Dorchester aufführen können, bewegt uns besonders.“ Das ebenfalls zu Gehör kommende Klavierkonzert A-Dur von Mozart greift die Trauer des Oratoriums auf und verbindet sie mit neuer Hoffnung.

„Sie sind ja gefangen“ heißt es in den Lesungen aus deutschsprachiger Literatur des Ersten Weltkrieges, die Pfarrer Jürgen Giszas vom Kulturreferat des Kirchenkreises Lübbecke für den 4. November vorbereitet hat. Die Lesung samt musikalischer Beiträge beginnt um 19:30 Uhr im Alten Amtsgericht.

Auch der „Weg der Erinnerung“ am 9. November beschäftigt sich mit dem Ersten Weltkrieg. Der Beginn der Gedenkveranstaltung, die in diesem Jahr unter dem Thema „Vom Eisernen Kreuz zum Synagogenbrand“ steht und die Spannung jüdischen Lebens zwischen Patriotismus und Synagogenbrand aufzeigt, wird um 15 Uhr am Mahnmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege am „Heldenhain“, in der Grünanlage südlich des Rathauses, sein. Von dort führt der Weg zum Platz der Synagoge.

Am 12. November schließt sich von und mit Lore Seichter-Muráth eine szenische Collage mit a-cappella-Gesängen an. „Es fiel ein Schuss in Sarajewo - Das Leben der Käthe Kollwitz bis zum Ersten Weltkrieg“ so der Titel der Veranstaltung, die um 19:30 Uhr im Alten Amtsgericht beginnt. Sie wird von der Gleichstellungsstelle der Stadt Lübbecke angeboten.

Als Abschluss der Veranstaltungsreihe wird am 16. November um 18 Uhr der Film „Merry Christmas“ im Kirchsaalkino des Thomas-Gemeindehauses an der Alsweder Straße zu sehen sein. Er handelt vom Weihnachtsfrieden an der Westfront, als für kurze Zeit die Waffen schwiegen und aus „Feinden“ Mitmenschen wurden. „Der Film bildet den zuversichtlichen Schlusspunkt der Veranstaltungsreihe“, finden Eberhard Helling und Ulrike Salge von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde. „Er zeigt, dass Hoffnung und Menschlichkeit eine Zukunft haben.“

Die Teilnahme an der Sonderausstellung, den beiden Filmabenden und dem „Weg der Erinnerung“ ist gebührenfrei. Den Vorverkauf für die übrigen Veranstaltungen bietet die Bücherstube Lübbecke an. Nähere Informationen zur Veranstaltungsreihe können den an zahlreichen Stellen ausliegenden Programmheften und dem Veranstaltungskalender unter www.luebbecke.de entnommen werden.

Hier können Sie das vollständige Programm herunterladen:

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