Zwei Bäume für die Zukunft in Porta Westfalica/Holzhausen
Bis vor gut einem Jahr prägte eine mächtige Blutbuche das Umfeld des Gemeindehauses der Evangelischen Kirchengemeinde Holzhausen. Im Februar 2015 musste als Naturdenkmal geschützte Buche aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Untersuchungen durch einen Baumsachverständigen hatten ergeben, dass die Wurzeln von einem Pilz so weitgehend angegriffen waren, dass die Verkehrssicherheit des Baumes nicht mehr gegeben war.
Die untere Landschaftsbehörde des Kreises Minden-Lübbecke war bei der Neupflanzung von zwei Bäumen südwestlich des Gemeindehauses beratend tätig. Die Wahl fiel dabei auf eine Stiel-Eiche und eine Winter-Linde. Diese Arten kommen wesentlich besser mit den innerörtlichen Lebensbedingungen zurecht als Buchen und können ein Alter von vielen hundert Jahren erreichen. Die gepflanzte Lindenart wurde auch zum „Baum des Jahres 2016“ gekürt.
Jetzt ist die Pflanzung durch eine Fachfirma erfolgt. Um gute Startbedingungen für die Bäume zu schaffen, wurde der vorhandene Boden an den neuen Baumstandorten mit Kompost und speziellen Zusatzstoffen verbessert. Bis 2018 werden die jungen Bäume zudem regelmäßig kontrolliert, bei Bedarf gepflegt und gewässert.
Für diese Maßnahme sind Gesamtkosen in Höhe von ca. 1800 Euro entstanden. Die Finanzierung erfolgt durch Ersatzgeld, das für Eingriffe in den Naturhaushalt in Verbindung mit Baumaßnahmen an den Kreis Minden-Lübbecke gezahlt wurde.
Die Kirchengemeinde hat sie zum Jahrestag der Germanwings-Katastrophe den Opfern aus Porta Westfalica gewidmet.
Foto: Stiel-Eiche und Winter-Linde - Zwei Bäume für die Zukunft in Porta Westfalica/Holzhausen
Foto: Michael Geisler/Kreis Minden-Lübbecke