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Kritische Pflegebeziehungen zu Hause

Kreis Minden-Lübbecke, 05.11.2008

  
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung über „Kritische Pflegebeziehungen zuhause“


Die meisten Pflegedebürftigen möchten zuhause gepflegt werden. Durch Be- und Überlastung der pflegenden Angehörigen können kritische Pflegesituationen entstehen. Auch lebensgeschichtlich entstandene Spannungen in einer nahen Beziehung können zu einer Belastung der Pflegesituation beitragen.

Um pflegende Angehörige in ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen, hat der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt in der Pflege“ die Kursreihe „Damit Pflege nicht zur Qual wird  …“ konzipiert. Der Arbeitskreis wird von Gleichstellungsstelle und Sozialamt des Kreises Minden-Lübbecke koordiniert, die Kursreihe wird finanziell von der Vereinigten IKK unterstützt und läuft derzeit in Minden. Wegen der guten Nachfrage wird sie 2009 neu aufgelegt.

Zum gleichen Thema lädt der Kreis Minden-Lübbecke Interessierte ein mit der Veranstaltung „Kritische Pflegebeziehungen zuhause - Wissenschaftliche Erkenntnisse und Handlungsansätze im Kreis Minden-Lübbecke“

am: Freitag, 28. November
von: 15 bis 18 Uhr
im: VIP-Raum der Kampahalle in Minden, Hahler Str. 112.

Nach einer Begrüßung durch den Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Dr. Ralf Niermann, wird Prof. Dr. Thomas Görgen einen Vortrag mit dem Titel „Ich habe mich erschreckt, wie groß der Hass sein kann - Häusliche Pflege und Gewalt“ halten. Prof. Dr. Thomas Görgen ist Psychologe und leitet an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster den Bereich Kriminologie und Kriminalprävention. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört das Betroffensein älterer Menschen durch Kriminalität und Gewalt. In seinem Vortrag wird er vor dem Hintergrund einer Studie zu Misshandlungs- und Vernachlässigungsvorkommnissen in der häuslichen Pflege über Untersuchungsbefunde zu dieser komplexen Thematik berichten und Präventionsansätze erörtern.

Die anschließende Podiumsdiskussion wird von Cornelia Benninghoven, einer Journalistin aus Köln, geleitet. Auf dem Podium sitzen die wesentlichen Akteure und Akteurinnen in diesem Themenfeld im Kreis Minden-Lübbecke: Gunda Evers (Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz), Doris Pick (Info-Zentrum Pflege Altkreis Lübbecke), Dieter Pohl (kommunale Seniorenvertretungen im Kreis Minden-Lübbecke), Renate Purwins-Oltmanns (Frauenberatungsstelle in Minden), Elisabeth Riese (Psychosoziale Begleitung des Diakonischen Werkes Vlotho in Bad Oeynhausen) und Sabine Scholz-Hörstmann (Telefonseelsorge Ostwestfalen).

Alle Interessierten, insbesondere pflegende Angehörige, sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Für die Telnahme entstehen keine Kosten. Anmeldungen werden erbeten bei Andrea Strulik (Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Minden-Lübbecke) unter Tel.: 0571/807-2109, per E-Mail an a.strulik@minden-luebbecke.de oder Klaus Marschall (Koordinator für Behinderten- und Seniorenbelange) unter Tel.: 0571/807-2287 oder E-Mail k.marschall@minden-luebbecke.de.  

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